Maestro Eugenio |
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Ob Eugen, Eugène oder Eugenio - ein Genie ist er allemal. Peter Doeberl kennt den Eugen Bänziger schon seit bald 35 Jahren - das ist mehr als ein halbes Leben. Und deshalb hier ein Originaltext: "Er war schon immer etwas kurlig, manchmal auch knurrig, dann wieder katzenbüsisanft. Aber eben: Der Eugen, das war er, das ist er, das wird er bleiben. Einer, der noch immer Tinte in seinen Füller zieht statt Patronen zu kaufen, einer, der auf einer alten Schreibmaschine seine Einladungen zur Vernissage entwirft, ausdruckt, kopiert und versendet, statt sich endlich mal ein Notebook anzuschaffen. Der alte Senior mit den quickjungen Geistesblitzen ("Warum sollen Tiger nicht auch Schlitten fahren?"), einer, der mir immer geholfen hat, wenn ich in ein geistiges Loch (das gibt es) gefallen bin, und manchmal sogar das Seil dabei hatte, damit es schneller ging. Meine Zimmer sind voll mit Bänziger, neue Bilder haben gar keinen Platz mehr, ich müsste anbauen.
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| Und was war da sonst noch? Stichworte: Osaka. New York. Afrika. Viel Afrika. Sehr viel Afrika. Aquarelle und noch mehr Aquarelle. Tusche. Bleistift und die Notizen in unserem Hausbuch: Alle beschränken sich auf eine Doppelseite, der Maestro brauchte deren drei. Aber dafür haben wir eine extravagante Widmung eines Künstlers, der jetzt schon im Artistenhimmel seinen Platz reserviert hat. Alles in allem, ich könnte da zehn Seiten schreiben: So einen Kumpel findest Du nur einmal im Leben." |
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Hinweis: Da der Maestro selbst total computer-abstinent lebt, hat Presse&Daten ein paar Server-MB freigestellt. Der Eugen braucht ja eine Plattform im Web. Jetzt hat er sie. Und wir denken: Das hat er verdient.
An dieser Stelle sei auch noch erwähnt, dass Eugen fast jederzeit Besuche in seinem Atelier empfängt - es sei denn, er saugt an seiner Pfeife und studiert sich durch seine Bilderdschungel. Also lieber mal zuerst eine Voranmeldung.
Warnung: Trotz Voranmeldung kann man da vor dem versteckten Atelier im Winterthurer Sidi-Areal warten. Denn dem lieben Eugen ist in letzter Minute eingefallen, dass Besuch kommt. Also holt er noch ein Six-Pack und einen Champagner. Und das geht manchmal länger als gedacht. Es kann dauern. Und dann muss er erst noch Schämpis kalt stellen... aber das bleibt Ausnahme.
Gefährlich: Bleiben Sie nicht länger als drei Stunden im Atelier. Sonst müssen Sie sich ein neues Auto kaufen: Denn der Fundus, der dort lagert, füllt mehr als 48 Ferienhäuser; und Sie werden total gebannt auf die Bilder starren, sich den Platz in Ihrer Wohnung dafür geistig vorstellen, und dann noch dieses Bild, dieses Aquarell - Handeln ist erlaubt, aber der Maestro hat seine Bazar-Erfahrungen. Und da ist dann die Schmerzgrenze schnell erreicht. Also bestellen Sie doch einfach virtuell... |
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